16.02.2010
Kultur im „Stanniolpapier”

Fünfzehn Kilometer östlich von Linz, direkt an der A7, liegt Engerwitzdorf. Die mit mehr als 8.000 Einwohnern größte Gemeinde des Mühlviertels ist ein klassisches Beispiel für einen rasant wachsenden Ort ohne gute soziale Vernetzung. Das Gemeindegebiet umfasst 30 Ortsteile, ein physischer Ortskern fehlte bisher. Der anhaltende Zuzug und ein lebendiges Vereinswesen ließen das Bedürfnis nach einem eigenen Kulturzentrum wachsen. Seit dem 21. August 2009 haben der Engerwitzdorfer Musikverein, die Sängerrunde und die ortsansässige Theatergruppe ein neues Zuhause. Zusätzlich zu bestehenden Initiativen bietet der neue Veranstaltungssaal die Möglichkeit, das Engerwitzdorfer Kulturleben mit externen Konzerten und Unterhaltungsveranstaltungen zu bereichern. Der Kultur im Ort wurde ein Raum gegeben. Prefa gab dem Kulturzentrum einen identitätsstiftenden Charakter.
Wie ein Stück Schokolade verpackt.
Prominent aber achtsam sollte das Gebäude im Ortsbild sitzen. Ein süßes Geschenk, das es auszupacken gilt, ist das Kulturhaus Engerwitzdorf geworden. Die Architekten Gärtner + Neururer aus Vöcklabruck haben den geladenen Wettbewerb für sich entschieden und wurden mit der Planung und Ausführung des Kulturhauses beauftragt. Architekt Mag. Dietmar Neuru-rer hatte die klare Vorstellung einer Fassade, die wie Stanniolpapier das Gebäude umhüllt. „Gefragt war die regelmäßige Unregelmäßigkeit von Schokoladepapier”, erinnert sich Peter Kopp, Architektenbetreuer der Firma Prefa für den Raum Oberösterreich und Salzburg. „Das Material sollte flächig auf der Fassade sitzen und aus der Ferne leicht zerknittert wirken. Ein solcher Effekt ist nur mit Aluminium zu erreichen. Die Wahl fiel auf „Prefalz deluxe” in der zeitlos-edlen Farbe Delphin, das durch seine Geschmeidigkeit leichter zu verformen ist, als die meisten vergleichbaren Falzmaterialien.” Um die gewünschte Unregelmäßigkeit bei Dach und Fassade zu erzielen, wurde das Aluminium in verschieden lange Bahnen geschnitten und eben verfalzt. Peter Kopp: „Die flachen Falze waren eine kleine Herausforderung, da wir bei der Befestigung nicht nur auf die gewünschte Optik, sondern auch auf absolute Sturmfestigkeit achten mussten.”
Architekt Mag. Dietmar Neururer ist vom robusten Leichtmetall überzeugt: „Uns hat vor allem die Oberfläche des geschliffenen Aluminiums fasziniert. Je nach Betrachtungswinkel ergeben sich im Metall verschiedene Farbnuancen. Obwohl beide Baukörper mit dem gleichen Produkt – „Prefalz deluxe” in der Farbe Delphin – verkleidet wurden, erstrahlen sie immer ein bisschen anders. Diesen Außencharakter des Gebäudes wollten wir auch in das Innere holen. Dach, Fassade und Foyer verschmelzen zu einer Einheit. Die Kühle des Metalls haben wir bis in die Galerie gebracht und dort in direkten Kontrast zur roten Holzverkleidung von Wänden und Decke gesetzt. Mit Prefa haben wir einen kompetenten Architektursystemanbieter mit hervorragenden Produkten gefunden.”
Aluminium: der ideale Werkstoff für Gebäude.
Beschichtetes Aluminium erweist sich als weitaus widerstandsfähiger als herkömmliche Dach- und Fassaden-Materialien. Das Leichtmetall kann weder rosten noch brechen und ist vielseitig einsetzbar. Durch das geringe Eigengewicht von 2,3 bis 2,6 kg/m² und der guten Formbarkeit setzt Aluminium der kreativen Dach- und Fassadengestaltung kaum Grenzen. Das Metall ist praktisch korrosionsfrei und spart über Jahrzehnte hinweg hohe Wartungsauf-wände ein: Nichts bröselt oder blättert ab, nichts rostet an verborgenen Stellen vor sich hin. Der Aluminium-Dach- und -Fassadenspezialist Prefa garantiert 40 Jahre Haltbarkeit.
Bautafel
Objekt: Kulturhaus Engerwitzdorf
Gesamtnutzfläche: 1.300 m²
Baubeginn: Juli 2008
Fertigstellung: Juli 2009
Bauherr: Gemeinde Engerwitzdorf
Leopold-Schöffl-Platz 1
4209 Engerwitzdorf
Architekten: Gärtner + Neururer,
Vöcklabruck
Dach und Fassade: Prefa „Prefalz deluxe”

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